Kommentar – Shitstorm wegen Faker-Bench – Ihr seid keine Fans! – League of Legends

Da stellst du einen Spieler nicht auf und die Meute rastet aus. So sehr, dass du kurz darauf an ihre Vernunft appellieren musst. Die Faker-Anhänger, die das Team von T1 so belasten, sind keine Fans. Ein Kommentar von Hauke van Göns.

Lee “Faker” Sang-hyeok ist der größte Esport-Star der Welt.

Und wenn er nicht spielt, ist das immer ein großes Diskussionsthema. Im Endspurt der koreanischen League-of-Legends-Königsklasse LCK spielte sein Team T1 ohne den Superstar.

Die Fans rasteten aus. Ein Shitstorm unter der Ankündigung brach aus. Es war so schlimm, dass T1 ein Statement verfasste:

“Wir können nicht länger schweigen, wenn sich die Belästigungen und Gewaltandrohungen online gegen unser Team richten. […] Wir schätzen unsere Fans und die Community und wissen, dass in einem professionellen Umfeld Kritik dazugehört. Doch die jüngsten Ereignisse gefährden die Gesundheit und Sicherheit unseres Teams. Die Linie des Fantum wird mit Hassrede und Gewaltandrohung überschritten.”

Zudem stimmten die Leistungen bei T1 zuletzt nicht mehr. Dennoch reichte es für die Playoffs der Liga.

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Doch da redet keiner drüber, wenn sogenannte “Fans” das Umfeld des Teams zerstören. Anstatt aus anderen Sportarten zu lernen, machen viele Stimmungsmacher aus der LoL-Szene “ihre Stars” von außerhalb fertig – aus der Ferne über das Netz.

Doch das sind keine Fans. Die schätzen keine Topleistung. Die machen Stimmung, weil ihnen was nicht passt. Spieler werden bedroht, die den Sport dahin befördert haben, wo er ist. Das ist eine absolut falsche Entwicklung.

Umso wichtiger sind Zeichen wie die von T1. Oder wie die Trikot-Aktion von Schalke 04, die mit den Erlösen aus dem Verkauf die Robert-Enke-Stiftung und das Thema Mental Health unterstützt.

Und jeder Fan, der sich positiv unter diesem Tweet äußert oder zum Beispiel Teil der S04-Aktion wird, tut mehr für den League-of-Legends-Sport, als jeder Internettäter, der sauer ist weil sein Star nicht zockt.

Und das ist das Zeichen, das nach außen gesendet werden muss. Denn diese Pöbler machen uns unseren Sport nicht kaputt.

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